Schöne Fotos mit dem Handy Zurück

1.11.2018

Fotografieren mit dem Handy ist in den vergangenen Jahren immer leichter geworden, und die in Smartphones verbauten Kameras machen "richtigen" Digitalkameras immer mehr Konkurrenz. Sie sind noch längst kein Ersatz für eine hochwertige Profikamera, aber für schöne Urlaubsfotos, schnelle Schnappschüsse zwischendurch und natürlich die berühmt-berüchtigten "Selfies" eignen sie sich allemal, solange die Aufnahmen später nicht stark vergrößert werden sollen. Ihr größter Vorteil: Sein Smartphone hat man nahezu immer dabei, und die Bilder lassen sich von dort aus auch gleich unkompliziert weiterversenden. Und waren unbefriedigende Resultate noch bis vor einigen Jahren der vergleichsweise geringen Leistungsfähigkeit damaliger Handykameras geschuldet, so liegt es heute immer seltener an der Technik, wenn das Bild nicht optimal gelingt. Um das Potenzial seiner Handykamera optimal zu nutzen und wirklich schöne Fotos mit dem Handy aufzunehmen, empfiehlt es sich, folgende Tipps zu beherzigen.

Funktionsumfang klären und Plustaste nutzen

Oft bleiben Smartphone-Fotografen nur deshalb hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil sie sich gar nicht des gesamten Funktionsumfanges ihres Handys bewusst sind und nur die einfachsten Funktionen nutzen. Es empfiehlt sich also, das Gerät in aller Ruhe zu testen und verschiedene Effekte und Funktionen wenigstens einmal auszuprobieren. Ein weiterer häufiger Fehler ist, zum Auslösen nicht die Plustaste, sondern den virtuellen Button auf dem Bildschirm zu nutzen. Doch dabei lässt sich die Kamera schlechter halten und kann schon bei etwas heftigerem Antippen "verwackeln". Wer sein Smartphone dagegen so mit beiden Händen fasst, dass sich die Plus-Taste des Lautstärkereglers rechts oben befindet, hält das Gerät sicherer und kann mit einem Fingerdruck auf die Taste auslösen - wie bei einer "richtigen" Kamera auch.

Blitz, Fokussierung und Bildaufbau

Auch am Handy sollte der Blitz nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich sinnvoll ist und seine Leistungsfähigkeit für den gewünschten Zweck ausreicht. Anderenfalls ist der Schaden meist größer als der Nutzen. Ebenso ist es besser, das Fokussieren nicht allein der Kameraautomatik anzuvertrauen, sondern diese Funktion zu deaktivieren und stattdessen durch Tippen auf den Bildschirm den Punkt oder Bildbereich festzulegen, auf den die Kameraoptik scharf gestellt werden soll. Dieser wiederum hängt vom gewünschten Bildaufbau ab, der ebenfalls nicht dem Zufall überlassen werden sollte. Die Wahl von Bildausschnitt, Vorder- und Hintergrund erfordert bei einem Handyfoto dieselbe Sorgfalt wie bei Aufnahmen mit einer herkömmlichen Kamera.

Hilfreiche Funktionen und nützliches Zubehör

Eine oft unterschätzte Funktion, die in vielen Situationen gute Dienste leistet, ist die High Dynamic Range (HDR). Sie sollte vor allem dort genutzt werden, wo innerhalb des Bildes sehr große Helligkeitsunterschiede bestehen und eine zu kontrastreiche Darstellung zulasten des Detailreichtums zu befürchten wäre. Neben verschiedenen Apps für die Bildbearbeitung gibt es mittlerweile auch einiges Hardware-Zubehör für das Fotografieren mit dem Handy. An erster Stelle sind dabei Aufstecklinsen zu nennen, die eine ähnliche Funktion haben wie beispielsweise ein Makro- oder ein Weitwinkelobjektiv. Zoomen ist zwar in der Regel auch am Handy möglich, aber stets mit einem starken Verlust an Bildqualität verbunden.